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EP KÜBRU: 5 Jahre LWL-Projekt entlang der Autobahn Küssnacht–Brunnen

Als InfraTech im Jahr 2015 gegründet wurde, hätte wohl niemand gedacht, dass nur wenige Jahre später eines der langandauerndste Infrastrukturprojekte umgesetzt würde. Mit dem Projekt EP KÜBRU – benannt nach der Verbindung Küssnacht – Brunnen – zeigt InfraTech eindrucksvoll, was mit langfristiger Planung, effizientem Projektmanagement und technischer Innovationskraft möglich ist.

Zwischen 2020 und 2024 wurde entlang einer 22,5 Kilometer langen Strecke im Erhaltungsprojekt die Fahrbahn und die Betriebs- und Sicherheitsausrüstung (BSA) erneuert. Entlang der gesamten Autobahnverbindung wurden zuverlässiger Lichtwellenleiter (LWL) und die komplette Energieversorgung aufgebaut und ersetzt. Eine Aufgabe, die sowohl technisches Know-how als auch logistische Finesse erforderte.

Doch EP KÜBRU ist mehr als nur ein Infrastrukturprojekt: Es steht sinnbildlich für 10 Jahre InfraTech und damit für ein Jahrzehnt kontinuierlichen Wachstums und technischer Weiterentwicklung. Im Folgenden blicken wir auf den Projektverlauf zurück, beleuchten die technischen Herausforderungen und zeigen, welche Erkenntnisse für künftige Projekte gewonnen werden konnten.

Etappenweise zum Ziel: Strukturierter Ausbau in vier Bauabschnitten

Der Schlüssel zum erfolgreichen Abschluss von EP KÜBRU lag in der stringenten Etappenplanung. Das Projekt wurde in vier Bauphasen unterteilt, die jeweils eigene Streckenabschnitte abdeckten und sorgfältig aufeinander aufbauten. Der Startschuss für die InfraTech AG fiel im Frühjahr 2020 mit der Angebotseinreichung, im Sommer desselben Jahres begannen bereits die ersten Arbeiten zwischen Seewen und Brunnen.

Im Folgejahr wurde der Abschnitt zwischen Seewen und Goldau erschlossen, bevor 2022 der Ausbau bis Arth und schliesslich 2023 der Endpunkt Küssnacht erreicht wurde. Diese stufenweise Umsetzung erlaubte nicht nur eine kontinuierliche Qualitätskontrolle, sondern auch die flexible Reaktion auf unerwartete Herausforderungen, ein entscheidender Vorteil bei einem Projekt dieser Grössenordnung.

Besonders hervorzuheben ist dabei die enge Zusammenarbeit mit dem Amt für Betreib Nationalstrassen (AfBN), Energieversorgern und dem Bauunternehmen entlang der Strecke. So konnte die Bauzeit optimiert und Beeinträchtigungen für den Verkehr minimiert werden. Ein Aspekt, der bei Infrastrukturausbauten entlang von Autobahnen von zentraler Bedeutung ist.

Technik im Detail: LWL einblasen, Riefenrohr verlegen und Erdung sichern

Einer der technologischen Schwerpunkte des Projekts war der Einbau von Glasfaserkabeln mittels Einblasverfahren. Insgesamt wurden rund 30’000 Meter LWL-Kabel in zuvor verlegte Riefenrohre eingeblasen. Eine Methode, die gegenüber der klassischen Kabelverlegung erhebliche Vorteile bietet: weniger mechanische Belastung, höhere Einbaugeschwindigkeit und geringere Störanfälligkeit.

Doch diese Technik hat auch ihre Tücken. Besonders bei langen Trassen wie derjenigen zwischen Küssnacht und Brunnen ist höchste Präzision gefragt. Das Einblasen erfordert nicht nur spezielles Gerät, sondern auch ein erfahrenes Team, das die Vorgänge millimetergenau abstimmt. InfraTech konnte hier wertvolle Erfahrungen sammeln, die bei zukünftigen Projekten in Bezug auf Planung, Schulung und Ausführung direkt einfliessen werden.

Ein weiterer technischer Aspekt war die Verlegung von 30’000 Metern Riefenrohr, das als Schutz- und Führungshülle für die Glasfaser dient. Zusätzlich wurden über 17’000 Meter Erdungskabel sowie 93 Potentialausgleichsschienen installiert, um eine sichere elektrische Infrastruktur entlang der gesamten Strecke zu gewährleisten. Diese Massnahmen sind essenziell für die Störungsfreiheit der gesamten Anlage und ein gutes Beispiel dafür, wie umfassend moderne Infrastrukturprojekte heute gedacht werden müssen – vom Glasfaserstecker bis zur letzten Abzweigdose.

Herausforderungen und Learnings: Dokumentation, Mängel und Optimierung

Kein Grossprojekt verläuft vollständig reibungslos – auch bei EP KÜBRU waren Herausforderungen zu bewältigen. Im Laufe der Jahre wurden insgesamt neun Mängelberichte erstellt, wovon nur vier auf InfraTech zurückzuführen waren. Diese vergleichsweise geringe Fehlerquote ist ein klarer Indikator für die hohe Qualität der geleisteten Arbeit. Gleichzeitig zeigen die Berichte aber auch, wie wichtig eine umfassende Projektdokumentation ist.

InfraTech setzte bei EP KÜBRU auf eine konsequente fotografische Begleitung aller Baufortschritte. Über 1’500 Fotos dokumentieren jeden Bauabschnitt, jede Kabelverlegung und jedes Detail der Umsetzung. Diese Transparenz half nicht nur bei der Mängelbehebung, sondern auch bei der Nachkalkulation, in der die Zahlen nochmals analysiert wurden: Die ursprünglich kalkulierten 1.100.000 CHF wurden schlussendlich durch Zusatzaufträge auf 1.500.000 CHF angepasst.

Ein wesentliches Learning: Frühzeitige Abstimmungen und saubere Detailplanungen sind entscheidend, um Nachträge zu minimieren und Mängel frühzeitig zu identifizieren. Diese Erkenntnisse werden in künftige InfraTech-Projekte systematisch integriert – ein Fortschritt, der nicht nur intern wirkt, sondern letztlich auch Kund:innen und Partnern zugutekommt.

Rückblick mit Ausblick: EP KÜBRU als Blaupause für kommende Grossprojekte

Nach fünf Jahren intensiver Planung und Umsetzung ist EP KÜBRU heute ein abgeschlossenes, funktionales und bestens dokumentiertes Infrastrukturprojekt. Es steht exemplarisch für den technischen Anspruch von InfraTech und zeigt, wie durchdachte Planung, präzise Ausführung und verlässliche Projektsteuerung auch bei Grossprojekten für Sicherheit und Qualität sorgen.

Besonders wertvoll sind die gewonnenen Erkenntnisse zur Einblastechnik, zur strukturierten Etappenplanung sowie zur integrativen Zusammenarbeit mit verschiedenen Stakeholdern. Diese Learnings machen EP KÜBRU zur Blaupause für zukünftige Grossprojekte, die entlang von Verkehrstrassen, in urbanen Räumen oder im Hochland folgen werden.

Gleichzeitig stärkt das Projekt das Selbstverständnis von InfraTech als zuverlässigen Partner im Infrastrukturausbau – auch unter schwierigen Rahmenbedingungen. Mit der erfolgreichen Umsetzung dieser 22,5km langen Strecke hat das Team bewiesen, dass es auch bei komplexen Aufgaben leistungsfähig, innovativ und lösungsorientiert agiert. So wird EP KÜBRU nicht nur als technisches Referenzprojekt in Erinnerung bleiben, sondern auch als Symbol für die Entwicklungskraft eines Unternehmens, das in den nächsten zehn Jahren weiterhin Massstäbe setzen will.